Mit diesem Konzert beendete Wolfgang Rusch aus beruflichen Gründen

die musikalische Leitung des Chores.

Eine kurze Würdigung seiner Tätigkeit lesen Sie im unteren Teil dieser Seite.


Sonntag, 19.März 2000

Ruhrfestspielhaus Recklinghausen

Frühlingskonzert

Johannes Brahms
Doppelkonzert für Violine, Violoncello und Orchester

Felix Mendelssohn
Die Erste Walpurgisnacht

Ballade von Goethe für Soli, Chor und Orchester

Mitwirkende:

Gudrun Pelker, Alt
Wilhelm Hartmann, Tenor
Andreas Macco, Bass

Bernhard Deffner, Violine
Walter Gödde, Violoncello

Junger Kantatenchor Münster, Einstudierung: Martin Gerenkamp

Madrigalchor Recklinghausen

Neue Philharmonie Westfalen

Leitung: Wolfgang Rusch

Veranstalter:
Madrigalchor Recklinghausen in Zusammenarbeit
mit dem Institut für Kulturarbeit der Stadt Recklinghausen

 


WAZ, 21.03.2000

Frühlingskonzert mit glanzvoller Darbietung

Madrigalchor und Orchester begeistert gefeiert

Mit dieser Ode an den Frühling bescherte sich Wolfgang Rusch einen stimmungsvollen Abschied vom Recklinghäuser Madrigalchor. Der Dirigent konnte sich am Sonntagabend auf eine hochmotivierte Sangesgemeinschaft und ein munter musizierendes Orchester verlassen.

Mit dem Jungen Kantatenchor Münster, drei ausgesuchten Solisten und der Neuen Philharmonie Westfalen geriet das Frühlingskonzert im Festspielhaus zu einem musikalischen Erlebnis voller Temperament und Esprit.

Die erste Walpurgisnacht von Felix Mendelssohn-Bartholdy ist ein weltliches Oratorium, das mit viel Dramatik und gespenstischer Atmosphäre aber auch mit melodischer Schönheit und furiosen Chor- und Orchestersätzen ausgestattet ist. Goethes literarische Vorlage als eine Satire auf Aberglauben und Loblied auf die Vernunft gedacht.

Die Chorgemeinschaft aus Recklinghausen und Münster zeigte bei der Umsetzung der imponierenden Stimmungsbilder souveräne Eleganz, Mut zum dramatischen Effekt und Gefühl für gespenstisch-rituelle Szenen. Gudrun Pelker (Alt), Wilhelm Hartmann (Tenor) und Andreas Macco (Bass) bereicherten die eindrucksvolle Chorpräsentation souverän.

Die Neue Philharmonie präsentierte sich unter der Leitung Wolfgang Ruschs agil, wusste sich auf den an beiden Orchester-Seiten positionierten Chor einzustellen.

Im ersten Teil des Konzerprogramms ließen Konzertmeister Bernhard Deffner und Cellist Walter Gödde Brahms Doppelkonzert für Violine und Cello in a-Moll einprägsam erklingen. Das vom Wechselspiel der Solo-Instrumente getragene Werk prägt sich durch elegante Musikalität ein. Vor allem im dritten Satz ließen sich die beiden Orchestermusiker von der großen Virtuosität und vitalen Spielfreude ihrer Ensemble-Kollegen sichtlich anfeuern.

Vom Publikum gab es am Ende stehend Ovationen. (Mö)


 

Nach Thomas Berning ( 1992 – 1994) übernahm Wolfgang Rusch 1995 für fünf Jahre die Leitung des Chores und bereitete ihn auf das noch im selben Jahr stattfindende 75jährige Jubiläum vor. Das Jubiläumskonzert fand am 27. Oktober 1995 in der Christuskirche in Recklinghausen statt.

Dank der Initiative von Wolfgang Rusch konnten zahlreiche neue, vor allem jüngere Mitglieder für den Chor gewonnen werden. Er war es auch, der mit den „Vestival Voices“ nicht nur, aber besonders die jüngeren Sängerinnen und Sänger für Stücke aus der Jazz- und Popmusik begeisterte. So wurde es möglich, … das bisher überwiegend traditionelle Chorrepertoire zu erweitern. Er war es auch, der mit Thomas Schäfer einen Pianisten gewann, der bis in die heutige Zeit immer wieder den Chor bei modernen wie auch klassischen Werken unterstützt.

Höhepunkte der Tätigkeit von Wolfgang Rusch waren „Abschied und Neubeginn“ mit Chormusik, Harfenklang und Vocal-Jazz als Benefizkonzert zugunsten der UNICEF-Kosovohilfe 1999 sowie die Konzerte mit dem „Weihnachtsoratorium“ von J. S. Bach und die CD-Produktion dieses Werkes im Jahr 1998.

Da Wolfgang Rusch den Chor neben seinem Hauptberuf leitete, waren es berufliche Gründe, die ihn veranlassten, die Leitung des Chores niederzulegen. Das große Abschlusskonzert mit ihm fand im März 2000 mit der Aufführung von „Die Erste Walpurgisnacht“ von F. Mendelssohn Bartholdy mit der Neuen Philharmonie Westfalen im Saal Kassiopeia des Ruhrfestspielhauses statt.

wolfgang rusch 1997

Wolfgang Rusch im Kreise seiner Chormitglieder (1997)