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Stadtwappen von Recklinghausen und Dordrecht

Im Rahmen der Städtepartnerschaft Recklinghausen – Dordrecht und anlässlich des 125-jährigen Jubiläums des Orchesters „De Orchest-Vereeiniging“ wurden am 8. März (Recklinghausen) und am 5. April (Dordrecht) zwei Konzerte veranstaltet. Dabei waren die Musiker des Orchesters und die Mitglieder der Madrigalchores jeweils zu Gast in Familien in Recklinghausen bzw. Dordrecht.

cherubini


Recklinghäuser Zeitung, 10.03.2008

Eine Reise durch die Welt der Melancholie

Madrigalchor tritt mit Orchester aus Dordrecht auf

Nord. (acn) „Es ist fantastisch, dass zwei Nationen und zwei Kulturen so gut zusammen arbeiten können“, erklärt Dirigent Alexander Vakoulsky. Anlässlich des 125-jährigen Jubiläums seines Orchesters „De Orchest-Vereeiniging“ sind die Musiker aus der Partnerstadt Dordrecht angereist, um ein Konzert mit dem Madrigalchor zu geben.

Die kurze gemeinsame Probenzeit von gerade mal einem Tag merkte man dem Chor und dem Orchester nicht an. Das Zusammenspiel von Sopran, Alt, Bass und Tenor klappte hervorragend bei der Aufführung des Requiem c-Moll von Luigi Cherubini in der Elisabeth-Kirche. Beeindruckend das homogene Zusammenspiel von Sängern und Instrumentalisten. Besonders ergreifend waren die Solopassagen des Tenors. Das Stück nahm den Zuhörer mit auf eine Reise durch die Welt der Melancholie. Vor allem im Finale findet die Traurigkeit, aus der auch Kraft erwächst, großartigen musikalischen Ausdruck.

Zu Beginn zeigte „De Orchest-Vereeiniging“ ihr Können mit der 8. Sinfonie von Antonin Dvorak und begeisterte damit nicht nur die Zuhörer. „Es war einfach grandios“, sagt Lucius Rühl, Leiter des Madrigalchores. Nun steht für den Chor ein Gegenbesuch in Dordrecht an. Am 5. April wird das 125-jährige Jubiläum in der Partnerstadt gefeiert. „Es ist ein großer kultureller Beitrag für unsere beiden Städte“, betont Dirigent Alexander Vakoulsky.


 Am 5. und 6. April fand der Gegenbesuch des Madrigalchores in Dordrecht statt.

dordrecht

AD (Algemeen Dagblad), 7. April 2008

K800_dordrecht presse

Deutsche Übersetzung des Pressetextes

Großartige Aufführung von Cherubinis Requiem
Klassik

Orchest Vereeniging, Madtigalchor Recklinghausen u. L. v. Alexander Vakoulsky und Lucius Rühl, Leon Bosch, Klarinette

Gehört: 5. April, Wilhelminakerk

Ger van der Tang Dordrecht
Eine vortreffliche Inintiative. Für das erste Konzert, mit dem die Orchest Vereeniging dieses Jahr Ihr 125-jähriges Jubiläum festlich begeht, arbeitete das Dordrechter Orchester mit dem Madrigalchor aus Recklinghausen zusammen.
Eine Zusammenarbeit, die ein prächtiges Resultat ergab, denn die Aufführung von Luigi Cherubinis Requiem in c (1816) unter Leitung des Dirigenten der deutschen Gäste, Lucius Rühl, war mit einem Wort großartig.
Das Konzert wurde mit Mozarts Klarinettenkonzert in A, KV 622 geöffnet, geleitet von Alexander Vakoulsky (2009 zwanzig Jahre bei dem Orchester), mit Leon Bosch als Solist. Im Allegro schienen vor allem die ersten Geigen von leichter Nervosität befallen zu sei, denn der Beginn war nicht fließend genug. Aber bei der Begleitung des Solisten kam das Ensemble gut in Schwung, während in den musikalischen Intermezzi dynamischen Akzenten viel Aufmerksamkeit zukam. Und das gefühlige Adagio wurde von dem Romantiker Vakoulsky und den Seinen mit schönen, warm klingenden Legatobögen begleitet.

Aber dann das Requiem von Cherubini. Nicht eher haben wir die Orchest Vereeniging so überzeugend gehört. Eine dreiviertel Stunde lang, von der prächtigen Eröffnung von den tiefen Streichern im Introitus bis zu den eingehaltenen letzten Takten des Agnus Dei blieb die Spannung erhalten.

Der Madrigalchor fügte dem einen schönen Gesang hinzu, wie in dem Graduale und dem trostreichen Hostias et preces. Zwar erwiesen in einigen Momenten die Männerparteien als schwacher Punkt. Aber im opern-artigen Anfang und den triumphierenden Fugen des Offertoriums standen auch sie ihren Mann. So kam es unter Lucius Rühl zu einer inspirierten, höchst intensiven Interpretierung dieser glänzenden Partitur. Mit dem Dies irae und vor allem dem Sanctus als Höhepunkten.


Im Rahmen des Besuchs in der Partnerstadt Dordrecht wurde der Chor auch von Roland Bandell, Bürgermeister der Stadt Dordrecht, empfangen.

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